Auslöser für die Planung sind die geplante Belagserneuerung sowie die Erneuerung der Werkleitungen in den einzelnen Abschnitten. Zusätzlich wird gemäss aktuellem kantonalem Richtplan des Kantons Obwalden eine siedlungsverträgliche Gestaltung der Strassenräume angestrebt. Die Ortsdurchfahrt weist insbesondere bezüglich dem Fuss- und Veloverkehr etliche Defizite auf.

Im Rahmen eines Betriebs- und Gestaltungskonzepts wurden für die Brünigstrasse zwischen Spital und Ortsausfahrt Nord Massnahmen für die oben genannten Defizite erarbeitet. Für die Bearbeitung wurde die Ortsdurchfahrt in verschiedene Abschnitte unterteilt. Auf Basis einer sauberen Analyse wurden in einem ersten Schritt die Randbedingungen und Ziele pro Abschnitt definiert. Anschliessend wurden verschiedene Varianten ausgearbeitet und einander gegenübergestellt. Abschliessend wurde die Bestvariante ausgearbeitet, welche dann wie die Analyse und das Variantenstudium Ende Mai mit einer Begleitgruppe diskutiert wurde. Insgesamt wurden drei Begleitgruppensitzungen durchgeführt. Die Begleitgruppe bestand aus verschiedenen Interessensvertretenden. Nach Verabschiedung der Bestvariante in den dafür zuständigen Gremien fand eine öffentliche Mitwirkung mit der Bevölkerung stattfinden.

Besonders herausfordernd waren die sehr engen Platzverhältnisse im Zentrum, die vielen verschiedenen Bedürfnisse an den öffentlichen Raum, die Randbedingungen bezüglich dem Denkmalschutz sowie die finanziellen Möglichkeiten des Kantons. Da der Platz im Zentrum sehr begrenzt ist, wurde für eine bessere Situation für den Fuss- und Veloverkehr in diesem Abschnitt auch Varianten mit geändertem Verkehrsregime (z.B. Einbahn) geprüft.

Für eine erhöhte Akzeptanz des Betriebs- und Gestaltungskonzeptes sowie für die fachliche und politische Meinungsbildung ist eine fundierte Datengrundlage unerlässlich. Aus diesem Grund wurden parallel zur Erarbeitung des Betriebs- und Gestaltungskonzeptes Erhebungen durchgeführt und in einer Verkehrsstudie zusammengefasst. Diese dokumentiert die verschiedenen Erhebungen und zeigt die festgestellten Erkenntnisse zum allgemeinen Verlagerungspotential auf.